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Adelheid Schleyer als Nachfolgerin von Christoph Ocker als Schuldekanin eingeführt. Das Dekanat Sigmaringen hat seit Mittwoch einen neuen Schuldekan - besser gesagt: Eine Schuldekanin. Adelheid Schleyer wurde in einer Feierstunde im Gemeindehaus St. Fidelis in ihr Amt eingeführt, ihr Vorgänger Christoph Ocker verabschiedet. | |
| Kirchenleute unter sich: Die neue Schuldekanin Adelheid Schleyer, Dekan Erich Andris und Ex-Schuldekan Christoph Ocker (von links). Kf/Bild: Fahlbusch Sigmaringen - | ||
| Karl Marx hat einmal behauptet, Religion sei Opium für das Volk. Der Erfinder des Marxismus ist längst tot und seine politischen Ideen haben sich als nicht besonders erfolgreich erwiesen. Die Religion, die gibt es immer noch - und auch den Religionsunterricht an der Schule. Dieser hat laut dem Leiter des Staatlichen Schulamtes Sigmaringen, Dieter Straub, einen hohen Stellenwert. "Die Schüler erfahren so, was Annahme, Achtung und Wertschätzung ist". Es gehe auch darum, jungen Menschen ein Stück Hoffnung und Zuversicht auf ein gelungenes Leben zu vermitteln und den Glauben daran, "dass die Würde des Menschen unantastbar ist". Straub hat in vielen Gesprächen mit Lehrern festgestellt, dass junge Menschen wieder auf der Suche sind, sich auf einen Weg begeben wollen, der für ihre persönliche Lebensführung Orientierung gäbe. Im Bereich der Erzdiözese Freiburg, zu der auch das Dekanat Sigmaringen gehört, seien es 294000 Schüler, die den Religionsunterricht besuchen. Auch in der Kirche hat der Religionsunterricht einen hohen Stellenwert, wie Domkapitular Dr. Fridolin Keck in seiner Ansprache feststellte. Ein Schuldekan stehe hier für die Verlässlichkeit ein. In der Person von Adelheid Schleyer habe man jemanden gefunden, der dieser Forderung exzellent entspräche. Dass sie seit dem Jahr 2001 auch noch Vorsitzende der Lehrplankommission Grundschule sei, das bedeute eine zusätzliche Qualifikation. Dekan Andris machte in einer sehr persönlichen und emotionalen Ansprache deutlich, wie sehr ihm sowohl Adelheid Schleyer als auch Christoph Ocker ans Herz gewachsen seien. Ocker habe ihm immer wegen seiner "guten Art" imponiert. Auf ganz menschliche Weise habe dieser die Gabe Gottes als ein Stück Selbstkontrolle zu vermitteln versucht. "Ich weiß es von manchen Lehrern, dass ihre Schulbesuche menschlich und sachlich einfach aufbauend waren". Sehr angetan von den Schulbesuchen Ockers seien stets die Schulleitungen gewesen. "Nicht jeder Schulleiter ist unbedingt unserer geistigen und religiösen Provenienz, deshalb ist das Ansehen eines Schuldekans bei der Leitung einer Schule von großer Bedeutung". Ocker habe gerade auf diesem Gebiet ein großes Stück glaubwürdiger Kirche rübergebracht. Christoph Ocker, der seit diesem Schuljahr Leiter des Gymnasiums in Gammertingen ist, dankte allen Weggefährten für die gute Zusammenarbeit und die vielen guten Erfahrungen, die er machen durfte. Für seine Nachfolgerin Adelheid Schleyer verteilte er gleich Vorschusslorbeeren, denn bei ihr seien noch viele Talente "im Acker vergraben". Sicher werde man noch viel Gutes von ihr hören. Ganz bestimmt werde sie an den Schulen eine gute Visitenkarte für die Kirche abgeben. Christoph Ocker sei ein sehr menschlicher Schuldekan gewesen, betonte seine Nachfolgerin und dankte ihm für die gute Zusammenarbeit als Fachberaterin und das "geschwisterliche Miteinander". Der Feierstunde, die von Mathias Schleyer auf dem Vibraphon sehr gefühlvoll musikalisch gestaltet wurde, ging ein Wortgottesdienst in St. Fidelis voraus. In dieser Gemeinde ist Adelheid Schleyer nicht die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates sondern in St.Johann. | ||